A feature from a Cologne consumer magazine: why more and more people buy second-hand — clothes, phones, furniture. Spot the prepositions with the genitive: innerhalb, angesichts, wegen, statt, aufgrund, trotz.
Samstagmorgen, neun Uhr, auf dem Flohmarkt in einer alten Fabrikhalle in Köln-Ehrenfeld. Obwohl der Markt erst um zehn öffnet, steht schon eine lange Schlange vor dem Eingang. „Die besten Sachen sind innerhalb der ersten Stunde weg“, sagt Lea Kowalski, 27, die alle zwei Wochen hierherkommt. Heute sucht sie eine Lederjacke und eine Lampe für ihre neue Wohnung. Neu kaufen will sie beides nicht.
Why is there a queue before the market opens?
The best things are gone within the first hour Entry is free before ten There's a concert
Lea ist mit dieser Einstellung nicht allein. Der Handel mit gebrauchten Waren boomt seit Jahren. Kleidung, Smartphones, Möbel und sogar Kinderwagen wechseln immer häufiger zum zweiten oder dritten Mal den Besitzer. Ein wichtiger Grund dafür ist das Internet: Dank zahlreicher Apps und Online-Plattformen lässt sich heute fast alles mit wenigen Klicks verkaufen oder kaufen. Was früher im Keller verstaubte, findet nun innerhalb weniger Tage einen neuen Käufer.
What makes buying and selling second-hand so easy today?
Apps and online platforms New laws Cheaper postage
Angesichts steigender Preise spielt natürlich auch das Geld eine Rolle. Wegen der hohen Inflation der vergangenen Jahre achten viele Haushalte genauer auf ihre Ausgaben. Ein gebrauchtes Smartphone kostet oft nur die Hälfte eines neuen Geräts, funktioniert aber genauso gut. Viele Händler bereiten die Geräte professionell auf und geben sogar eine Garantie. Statt eines neuen Sofas für tausend Euro kauft man ein gut erhaltenes für zweihundert.
What is said about used smartphones?
They often cost half as much and work just as well They are always broken They never come with a guarantee
Für viele junge Menschen ist der Preis jedoch nicht das Hauptmotiv. Aufgrund des Klimawandels wollen sie bewusster konsumieren. Die Herstellung von Kleidung verbraucht enorme Mengen an Wasser und Energie. Wer ein T-Shirt länger trägt oder gebraucht kauft, schont Ressourcen. „Ich will nicht jede Saison einen neuen Kleiderschrank“, sagt Lea. „Außerdem hat jedes alte Stück eine Geschichte. Das finde ich viel spannender als Massenware.“
What is the main motive for many young people?
Consuming more consciously because of climate change Saving money Following fashion
Trotz des Booms gibt es auch Schattenseiten. Verbraucherschützer warnen vor Betrug auf Online-Plattformen: Manche Verkäufer verschicken die bezahlte Ware nie oder bieten gefälschte Markenprodukte an. „Bezahlen Sie nie per Vorkasse an unbekannte Privatpersonen“, rät eine Verbraucherberaterin. Außerdem sollte man bei Elektrogeräten darauf achten, dass der Akku noch in Ordnung ist. Andernfalls ist das Schnäppchen schnell keins mehr.
What does the consumer adviser recommend?
Never pay unknown private sellers in advance Only buy new Always pay in cash
Auch der klassische Handel hat den Trend erkannt. Große Modeketten nehmen inzwischen gebrauchte Kleidung zurück und verkaufen sie in eigenen Second-Hand-Abteilungen weiter. Kritiker sehen darin allerdings vor allem eine Marketingstrategie. Solange dieselben Ketten jede Woche neue Kollektionen auf den Markt brächten, ändere sich am eigentlichen Problem wenig, sagen sie.
Lea hat an diesem Morgen Glück. Für fünfundzwanzig Euro findet sie eine braune Lederjacke aus den Achtzigerjahren, kaum getragen. Die Lampe muss bis zum nächsten Mal warten. „Das ist das Schöne am Flohmarkt“, sagt sie und lacht. „Man findet selten das, was man sucht – aber fast immer etwas, das man nicht gesucht hat.“
What does Lea find at the market?
A leather jacket from the eighties A lamp Nothing