Selin and Felix got married in Cologne last summer. In her blog, Selin looks back on a year of wedding planning — from the first list to the night before. Watch the Zustandspassiv (ist gebucht, sind gedeckt) next to the Vorgangspassiv (wurde festgelegt).
Als Felix mir im Juni auf einem Rheinschiff einen Antrag machte, war ich überglücklich – und eine Stunde später ein bisschen panisch. Denn wer schon einmal eine Hochzeit geplant hat, weiß: Bis zum großen Tag muss unglaublich viel organisiert werden. Ich habe ein Jahr lang Listen geschrieben. Hier erzähle ich, was wann erledigt wurde – und was ich heute anders machen würde.
Where did Felix propose?
On a Rhine boat In a mill At the registry office
Zwölf Monate vorher: das Wichtigste zuerst. Zuerst wurde ein Datum festgelegt, dann die Gästeliste geschrieben. Hundertzwanzig Namen standen am Ende darauf, achtzig mehr, als Felix wollte. Danach suchten wir eine Location. Wir haben uns zehn Säle angeschaut, bis wir uns in eine alte Mühle am Stadtrand verliebten. Als der Vertrag unterschrieben war, gab es zur Feier eine Flasche Sekt. Das erste große Häkchen auf der Liste: Die Location ist gebucht!
Where did they hold the wedding?
In an old mill on the edge of town On a ship In a hotel in the centre
Sechs Monate vorher: Papierkram. Mit dem Standesamt hatten wir am Anfang gar nicht gerechnet. Die Ehe muss dort vorher angemeldet werden, und zwar frühestens sechs Monate vor der Hochzeit. Dafür werden verschiedene Dokumente verlangt, zum Beispiel eine aktuelle Geburtsurkunde. Weil ich in der Türkei geboren bin, musste meine Urkunde übersetzt und beglaubigt werden. Das dauerte fast zwei Monate. Mein Tipp: Fangt früh an!
Why did the paperwork take almost two months?
Selin's birth certificate had to be translated and certified The registry office was closed Felix had lost his passport
Drei Monate vorher: Einladungen und Kleid. Die Einladungen wurden von meiner Schwester gestaltet, die Grafikdesignerin ist. Im März waren alle Karten verschickt. Das Kleid war schwieriger. In sechs Geschäften habe ich ungefähr vierzig Kleider anprobiert, bis ich endlich das richtige gefunden hatte. Danach musste es noch zweimal geändert werden, weil ich vor lauter Stress abgenommen hatte.
Ein Monat vorher: die Details. Jetzt wurde es hektisch. Die Musik wurde ausgewählt, die Sitzordnung wurde diskutiert – und wieder geändert, weil zwei Tanten nicht nebeneinandersitzen wollten. Die Torte wurde bestellt, eine dreistöckige Schokoladentorte mit Himbeeren. Und Felix übte heimlich den Hochzeitswalzer mit einem Tanzlehrer, weil er mich überraschen wollte. Leider habe ich es von seiner Mutter erfahren.
Why was the seating plan changed?
Two aunts didn't want to sit next to each other Guests cancelled The room was too small
Der Abend davor: Ich habe noch einmal die Liste durchgelesen, und zum ersten Mal war alles abgehakt. Der Saal ist geschmückt. Die Tische sind gedeckt, die Namenskärtchen sind verteilt. Die Ringe sind abgeholt und liegen beim Trauzeugen. Die Blumen sind bestellt und werden morgen um acht geliefert. Ich saß auf dem Sofa und dachte: Jetzt ist alles vorbereitet. Jetzt kann ich nichts mehr tun, außer mich zu freuen.
Würde ich heute etwas anders machen? Ja: Ich würde weniger Zeit mit Details verbringen, an die sich später niemand erinnert. Kein Gast weiß heute noch, welche Farbe die Servietten hatten. Woran sich aber alle erinnern: an die Rede meines Bruders, an Felix' Walzer und daran, dass wir bis vier Uhr morgens getanzt haben. Am Ende ist eine Hochzeit kein Projekt, sondern ein Fest.
What would Selin do differently today?
Spend less time on details nobody remembers Invite fewer guests Get married abroad